Gesund durch die kalte Jahreszeit

Bald ist wieder Saison. Halsweh, Schnupfen, Fieber – Hunderttausende Österreicher erkranken jedes Jahr an einem grippalen Infekt oder an der Grippe. Manchmal gibt’s offenbar kein Entrinnen, mit einigen Tipps gelingt es vielleicht, gesund durch den Winter zu kommen.

Unterschieden wird klar zwischen grippalem Infekt (Erkältung) und saisonaler Influenza („echte Grippe“).

Was tun bei einem grippalen Infekt?

Eine Erkältung kann eigentlich das ganze Jahr, wenn auch häufiger in der kalten Jahreszeit, auftreten. Ein Frösteln, eine laufende Nase, Niesen, Halsschmerzen weisen anfangs drauf hin, manchmal tritt auch leichtes Fieber (unter 38°C) auf.

Ausgelöst wird eine Erkältung meist durch verschiedene Viren wie Rhino-, Corona-, Adeno-, Parainfluenza- und Rispiratory-Syncytial-Viren. Die Erreger werden durch Husten oder Niesen über eine sogenannte Tröpfcheninfektion übertragen. Auch eine mangelnde Händehygiene ist mitverantwortlich, wenn die Viren auf die Schleimhäute geraten. Feuchtes und kühles Wetter tragen ihres dazu bei.

Was ist zu tun? In erster Linie soll man für Ruhe, Schlaf und Erholung sorgen. Des Weiteren sollte man viel trinken, gesund essen, und inhalieren. Dazu eignet sich bei Schnupfen zum Beispiel eine Salzinhalation. Nach einer Woche sollte der grippale Effekt bereits zu Ende sein.

Was ist eine Grippe?

Die „saisonale Influenza“ tritt hauptsächlich im Winter (Dezember bis April) auf. Bei den Betroffenen treten schlagartig hohes Fieber (38 bis 41°C), Schnupfen und Husten, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen auf sowie eine allgemeine Erschöpfung. Es kann auch zu Komplikationen wie etwa Herzmuskel- und/oder Lungenentzündung kommen.

Die Erreger sind verschiedene Influenzaviren vom Typ A und B (zum Beispiel: Subtyp A/H1N1, A/H3N2 oder Typ B). Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch durch Einatmen der Viren. Auch das Berühren von Mund, Augen, Nase mit verunreinigten Händen kann man sich infizieren.

Vorbeugen ist angebracht

Auf jeden Fall gilt: Zu Hause bleiben, sich versorgen lassen und zum Arzt gehen. Aber es muss ja gar nicht so weit kommen. Einige Dinge sollten sich ohnehin jeder zur Gewohnheit machen, andere sollte man einfach neu ins Repertoire aufnehmen:

1. Auf Hygiene achten

Auf Hygiene ist in Erkältungszeiten besonders zu achten, um zu vermeiden, dass Viren „weitergereicht“ werden.

  • Händewaschen: unbedingt regelmäßig mit Seife und warmem Wasser
  • Händeschütteln und "Begrüßungsbussis": wenn möglich in der Grippezeit einschränken
  • Berühren von Augen, Nase oder Mund: nicht mit ungewaschenen Händen
  • Andere Personen nicht anhusten oder anniesen
  • Beim Niesen und Husten: Papiertaschentücher vorhalten oder zumindest in den Ärmel niesen und husten
  • Taschentücher: nur einmal verwenden und entsorgen - im Müllsack
2. Luft, Wärme, Menschen

Viel frische Luft und wohl temperierte Räume sorgen für mehr Wohlbefinden – und stärken das Immunsystem.

  • In Erkältungszeiten: Vermeiden von Orten mit großen Menschenansammlungen und Kontakt mit Erkrankten
  • Angepasste Kleidung: Warm anziehen, aber am besten in Schichten, da viele Räume, Verkehrsmittel etc. oft überheizt sind
  • Gute Schuhe, Wollsocken und Fußbäder sorgen auch für warme Füße
  • Räume stoßlüften, um die Virusmenge in der Luft zu vermindern; trockene Heizungsluft ist schlecht für die Schleimhäute
  • Bettwäsche regelmäßig wechseln
3. Bewegung, Sauna, Schlafen

Bewegung ist auch im Winter, wenn es kalt ist, wenn es schneit oder auch mal der Wind geht, zu empfehlen.

  • Spazieren gehen: Bewegung an der frischen Luft stärkt das Immunsystem
  • Tageslicht sorgt für die Bildung von Vitamin D, welches ebenfalls das Immunsystem aktiviert
  • Regelmäßiger Sport: Besonders Herz-Kreislauftraining fördert die Abwehrkräfte
  • Zu viel Sport: Eine zu starke körperliche Belastung kann wiederum die Anfälligkeit für Erkrankungen erhöhen
  • Regelmäßiges Saunieren: Der Körper kann die optimale Körperkerntemperatur besser halten, Kreislauf und Gefäße werden trainiert
  • Entspannung: Tägliche Ruhepausen einplanen, Mittagspause machen, am Abend und am Wochenende nicht zu viel vornehmen
  • Lange und gut schlafen: Ausreichender Schlaf ist gut für das Immunsystem
4. Viel trinken, gut ernähren

Warme Getränke – und gemeint ist hier nicht der Glühwein – sowie eine ausgewogene Ernährung sind das Um und Auf.

  • Saisonale, vitaminreiche Lebensmittel: Schonend garen, damit Nährstoffe erhalten bleiben
  • Lebensmittel mit Abwehrkraft verwenden: Viel Obst und Gemüse, z. B. Fenchel, rote Rüben, Zwiebel, Sellerie, Vogerlsalat, Äpfel; Vollkornprodukte, Getreide, Nüsse, Hülsenfrüchte; Fisch, Leber, Suppen und Eintöpfe; warmes Frühstück
  • Wärmende Gewürze und Kräuter (z. B: Kurkuma, Kardamom, Zimt, Nelke, Anis, Ingwer)
  • Viel Flüssigkeit: Tee, Wasser, Heißgetränke mit Ingwer, Holunder etc. - Schleimhäute im Mund in der Nase werden so befeuchtet, Krankheitserreger können abgewehrt werden

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Letzte Aktualisierung: 18.01.2019