Koffein – das Plus in der Kopfschmerztherapie

Koffein – das Plus in der Kopfschmerztherapie

Kopfschmerzen sind lästig und können uns leicht den Tag vermiesen. Unter einem „Kopfweh-Tag“ leidet nicht nur die Stimmung, sondern auch die kognitive Leistungsfähigkeit. Stress spielt eine große Rolle in der Entstehung von Kopfschmerzen:

Der Top-Trigger: Stress

Ärzte und Psychologen konnten jetzt belegen, was Betroffene schon lange wissen: Stress und Kopfschmerzen hängen zusammen. Laut einer Metaanalyse, für die 85 Studien mit 27.122 Teilnehmern ausgewertet wurden, wird Stress von Kopfschmerz-PatientInnen am häufigsten als Auslöser einer Attacke genannt, gefolgt von schlechtem Schlaf und äußeren Einflüssen (z. B. Wetter, visuelle Reize)1.

Stress und Kopfschmerzen beeinflussen sich auf verschiedenen Wegen. Zum einen wirkt Stress direkt auf das autonome Nervensystem und das neuroendokrine System, was mit der Zeit zu einer Sensibilisierung der Schmerzrezeptoren führen kann. Außerdem beeinträchtigt die Kombination aus chronischem Stress und wiederkehrenden Kopfschmerzattacken die Anpassungsfähigkeit des Gehirns an Belastungssituationen. Ein unheilvoller Kreislauf.

Nicht zuletzt kann Stress Kopfschmerzen auch dadurch verschlimmern oder sogar verursachen, dass er ungünstige Verhaltensweisen wie unausgewogene Ernährung oder unregelmäßigen Schlaf fördert. Doch was lässt sich dagegen unternehmen, wenn die Rahmenbedingungen nur bedingt veränderbar sind, weil das moderne Leben nun einmal so ist, wie es ist? Die „Gefahrenquellen“ zu kennen, ist der erste Schritt. Dann gilt es zu klären: Was stresst mich besonders? Dafür hat Dr. Gaul, Chefarzt der Migräne- und Kopfschmerzklinik in Königstein (Deutschland) folgende Tipps:

Neue Studiendaten zur Kopfschmerztherapie: Klare Vorteile für Koffein-Kombination

Im Fall einer akuten Attacke ist vor allem ein schnell wirksames, gut verträgliches Schmerzmittel gefragt. Wie aktuelle Daten zeigen, eignen sich gerade bei Kopfschmerzen besonders Präparate, die analgetische Substanzen mit Koffein als Wirkbeschleuniger und -verstärker kombinieren. Koffein-Kombinationen, die Paracetamol oder ASS enthalten, wirken besser als die Schmerzmittelsubstanzen alleine, bei überwiegend guter Verträglichkeit und überzeugender Sicherheit.2

Der Zusatz von Koffein könnte noch einen weiteren Vorteil bieten: möglicherweise verbessert die Substanz auch direkt die eingeschränkte kognitive Leistung und die Stimmung, so der Studienautor.3 Entsprechende Effekte haben frühere Untersuchungen bereits belegt.4 Ein weiteres Argument dafür, Kopfschmerzen rechtzeitig und mit einem geeigneten – koffeinhaltigen – Schmerzmittel zu behandeln.

Mit Koffein schneller wieder schmerzfrei

Die Dreierkombination aus ASS, Paracetamol und Koffein (in Thomapyrin®) beweist ihre überlegene Wirksamkeit gleich in zwei Punkten: einer stärkeren Schmerzreduktion und einem schnelleren Wirkeintritt verglichen mit den entsprechenden Einzelsubstanzen.5 Denn die Inhaltsstoffe sind darin so ideal kombiniert, dass sie nicht nur 15 Minuten schneller wirken als die entsprechenden Einzelsubstanzen, sondern auch zu einer stärkeren Schmerzreduktion führen.

Entsprechend empfehlen die deutschen, österreichischen und schweizerischen Kopfschmerzgesellschaften die Dreierkombination – sogar mit hervorgehobener Empfehlung – als Mittel der ersten Wahl sowohl bei Spannungskopfschmerz wie auch bei Migräne.

Letzte Aktualisierung: 13.07.2018