Reizdarm – eine nicht zu unterschätzende Belastung für die Betroffenen

Die Symptome des Reizdarmsyndroms sind je nach Patient sehr unterschiedlich und variieren in ihrer Intensität. Die Betroffenen leiden unter Bauchschmerzen, die in Kombination mit Durchfällen, Verstopfung und Blähungen einhergehen.
Als Merkmale für das Reizdarmsyndrom gelten wiederkehrende abdominelle Schmerzen, die innerhalb von drei Monaten mindestens einmal pro Woche und in Zusammenhang mit mindestens zwei der folgenden Kriterien auftreten:

  • Stuhlgang
  • veränderte Stuhlfrequenz
  • veränderte Stuhlkonsistenz

Oftmals wird der Leidensdruck nicht ernst genommen, da die Beschwerden nicht eindeutig und klar abgrenzbar sind. Die Lebensqualität ist für die Betroffenen jedoch zum Teil erheblich eingeschränkt. Es kommt zu verminderter Produktivität und Arbeitsausfällen durch Arztbesuche und Krankenstände. Eine Diagnose bedeutet für die Betroffenen mitunter erheblichen Zeitaufwand, da erst andere Magen-Darm-Erkrankungen wie zum Beispiel Nahrungsmittelunverträglichkeiten ausgeschlossen werden müssen.

Die Ursachen für RDS sind nicht gänzlich geklärt. Unter anderem kommen psychische Belastungen, eine gestörte Darmflora und unausgewogene Ernährung in Betracht. Außer Frage steht mittlerweile, dass ein Zusammenhang zwischen RDS und psychischem Wohlbefinden besteht.

Das Gehirn ist eng mit dem Verdauungssystem verbunden. 90% der Nerven im Darm liefern Informationen an das Gehirn3. Daher spricht man auch vom Bauchhirn. Faktoren wie Stress können das Verdauungssystem aus dem Gleichgewicht bringen und beispielsweise Krämpfe im Bauch verursachen.

Wenn man sich dieses Bauchhirns bewusst ist, erkannt man, dass Entspannungsübungen wie Yoga oder Meditation einen positiven Einfluss für die Betroffenen haben können.

Weitere Möglichkeiten zur Linderung der Beschwerden bei RDS finden Sie hier.

Letzte Aktualisierung: 15.09.2020