Sonnenbrand: Wo die Gefahren lauern

Ob gemütlich im Garten oder am Strand, beim Sport oder beim Arbeiten im Freien - so sehr die wohligen Strahlen der Sonne geschätzt werden, so sehr können UV-Strahlen die Haut massiv gefährden. Ordentlich einschmieren mit Sonnencreme ist dringend empfohlen. Zu viel Sonne kann nämlich auch die Erbsubstanz schädigen.

Gefährlich sind dabei bekanntlich die UV-Strahlen. Unterschieden wird zwischen UVB- und UVA-Strahlen: UVB-Strahlen sind energiereich, kurzwellig, durchdringen die oberste Hautschicht und regen die pigmentbildenden Melanozyten zur Melanin-Bildung an, was vor eindringenden Sonnenstrahlen schützt. Die Strahlen sind aber auch Grund für Sonnenbrand. Und sie schädigen die Erbsubstanz der Haut. UVA-Strahlen sind langwellig, energieärmer und dringen tiefer in die Haut ein. Sie beschleunigen die Hautalterung, lösen Sonnenunverträglichen aus und tragen zur Entstehung von Hautkrebs.

Der UV-Index (1 bis 11+) zeigt die Stärke der UV-Strahlen an, diese variiert mit dem Sonnenstand, der Bewölkung, der Tages- und der Jahreszeit, geografischer Breite, Höhe des Ortes usw. Ab einem UV-Index von 3 bis 5 wird Sonnenschutz (Hut, T-Shirt, Sonnenbrille, Sonnencreme) empfohlen.

Was schützt vor Sonnenbrand?

Kopfbedeckung und weite Kleidung bzw. Textilien, die vor UV-Strahlung schützen (nach ÖNORM EN 13758-1 geprüft) sind ein erster Schutz. Wichtig ist richtiges Eincremen: Empfohlen werden 2 mg Sonnencreme pro cm2 Hautoberfläche, was in etwa einem Teelöffel für das Gesicht oder einem für die Arme entspricht. Sonnenschutzcremes und -sprays unterscheiden sich durch ihre Filter und Höhe des Schutzfaktors. Notwendig sind auf jeden Fall Schutzwirkung sowohl im UVA- als auch im UVB-Bereich und Filterwirksamkeit während der gesamten Zeit der Besonnung.

Ein einheitliches Logo gibt den ausreichenden UVA-Schutz des Produktes an. Der UVB-Schutz wird mit Lichtschutzfaktor (LSF), Sonnenschutzfaktor und Sun Protection Factor (SPF) angegeben. Dieser gibt an, wie stark die Sonnencreme vor den UVB-Strahlen schützt. Die Österreichische Krebshilfe empfiehlt, den Hauttyp zu bestimmen und diesem zufolge den LSF zu wählen. Einfluss auf den LSF haben auch die geografische Breite, Jahres- und Tageszeit oder mögliche Strahlenreflexion (z. B. Sand, Wasser, Schnee). Überdies sollte an ein gezieltes Eincremen bei Narben, Wunden, Muttermalen und besonders der Sonne ausgesetzten Stellen mit multiresistentem Sonnenschutzstick gedacht werden.

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Was tun gegen Sonnenbrand?

Beim Sonnenbrand reagieren die Hautzellen auf das Eindringen der UV-Strahlung mit einer Entzündungsreaktion und verbrennungsähnlichen Symptomen: gerötete Haut, Jucken, Schmerzen, Blasenbildung, Ablösung der Haut etc. Macht sich ein erster Sonnenbrand bemerkbar, heißt es, sofort aus der Sonne zu gehen.

Weitere Maßnahmen:
  • kühlende Umschläge und viel trinken
  • Salben, Gels und Cremen zur Schmerzlinderung und für die Kühlung
  • bei Blasenbildung, Fieber, starken Schmerzen etc. unbedingt einen Arzt aufsuchen
  • bis Abklingen des Sonnenbrands Sonne meiden, weite Kleidung tragen

Als natürliches Heilmittel gilt Topfen, der auf die Haut aufgetragen wird. Kühlend und/oder beruhigend wirken auch Johanniskrautöl, ätherisches Lavendelöl, Aloe und Quitte.

Letzte Aktualisierung: 24.09.2019