Was dem Darm auf Reisen gut tut

Sommerzeit ist Reisezeit – und diese sollte man in vollen Zügen genießen können. Aber was tun, wenn der Darm streikt und uns so die verdiente Erholung vermiest?

Die Ursache der Obstipation während Reisen liegt oft an Veränderungen

Unser Darm reagiert sensibel auf Veränderungen – und davon gibt es auf Reisen jede Menge: Die Hauptursache für Reise-Verstopfung ist eine Veränderung in den Gewohnheiten. Dem Körper unbekannte Lebensmittel und Gewürze, eine andere Zeitzone, der Reisestress oder Flüssigkeitsmangel während eines langen Fluges begünstigen Darmträgheit.

Nicht wollen

Zusätzlich zu den Veränderungen begünstigen auch psychische Faktoren eine Verstopfung: Die individuelle Toiletten-Routine wird gestört, denn der Gang auf die Toilette fühlt sich anders an. Die Badezimmer und WCs in Hotels sind ungewohnt, teilweise fremd anmutend und die Wände zum Teil dünn – und wer möchte schon, dass Freunde oder der Partner den Toilettengang mithören können?

All diese Faktoren haben einen Einfluss auf unsere Verdauung, ob wir uns dieser bewusst sind oder nicht. Was können Sie also KundInnen empfehlen, die eine Reiseapotheke zusammenstellen oder Sie direkt um Rat bei Obstipation bitten?

Gut vorbereitet in den Urlaub

Vor jedem Urlaub stellt sich die Frage, was unbedingt ins Gepäck gehört. Neben der richtigen Ausrüstung für das Reiseziel sollte auch an eine gut bestückte Reiseapotheke eingepackt werden. Gerade wer sich gerne auf unbekannte kulinarische Genüsse einlässt, wird häufig von Bauchkrämpfen und Verstopfung geplagt. Doch, Hand aufs Herz, wer gönnt sich diese im Urlaub nicht? Deshalb sollten Sie Ihre KundInnen an Abführmittel und Krampflöser (Bisacodyl, Natriumpicosulfat) erinnern!

Mit charmanter Beratung ein Tabu brechen

Die Verdauung im Allgemeinen und Verdauungsschwierigkeiten im Speziellen sind Themen, über die manche Menschen nicht gerne sprechen. Gerade hier ist es wichtig, ihnen zu zeigen, dass die Verdauungsvorgänge ganz natürlich sind und sie gerne offen mit Ihnen sprechen dürfen.

Für die Betroffenen bedeutet Obstipation meist weit mehr als nur ein Problem der ins Stocken geratenen Verdauung, denn mit dem damit verbundenen harten, schmerzhaften Stuhlgang und dem Gefühl des „Aufgeblähtseins“ leidet auch die Lebensqualität. Daher ist es besonders wichtig, in der Beratung das passende Produkt zu finden.

Rasche Hilfe nötig

Im Falle einer Obstipation ist rasche Hilfe angesagt. Während bei träger Verdauung Ballaststoffe unterstützend wirken können, haben sie bei einer bereits bestehenden Obstipation keinen verdauungsfördernden Effekt, sondern können zusätzlich noch zu Bauchschmerzen und Blähungen führen. Auch eine gesteigerte Flüssigkeitsaufnahme von mehr als zwei Litern täglich kann nur dann eine Obstipation beeinflussen, wenn diese von einem starken Wassermangel verursacht wurde.

Für die medikamentöse Therapie stehen unterschiedliche Wirkstoffe zur Verfügung. In der interdisziplinären S2K-Leitlinie werden Laxanzien wie Bisacodyl und Natriumpicosulfat als Mittel zur Behandlung der chronischen Obstipation empfohlen. Diese Präparate können gemäß Leitlinie auch langfristig genommen werden, was auch Erfahrungsberichte von querschnittsgelähmten PatientInnen bestätigen.

Tropfen, Dragées oder Zäpfchen – je nach Bedürfnis

Durch die unterschiedlichen Darreichungsformen kann der natürliche Rhythmus des Körpers optimal genutzt werden. So sollten Dulcolax® Dragées oder Guttalax® Tropfen abends eingenommen werden. Sie wirken planbar über Nacht und befreien am nächsten Morgen. Dieser Zeitpunkt ist ideal, da der Stuhlgang am Morgen nicht nur am leichtesten fällt, sondern auch da mit dem Aufwachen die Darmtätigkeit angeregt wird und morgens einen natürlichen Peak aufweist.

Soll es hingegen einmal schnell gehen, wie das auf Reisen oft gewünscht ist, sind Dulcolax® Zäpfchen eine gute Wahl. Sie entfalten bereits nach 10 bis 30 Minuten ihre befreiende Wirkung.

Tipps und Tricks rund um das Thema Verstopfung finden Sie ► hier.

Letzte Aktualisierung: 03.05.2021