Wer erkältet ist, soll zu Hause bleiben

Bei Erwachsenen kann es mehrmals, drei bis vier Mal im Jahr zu einer Erkältung (grippaler Infekt) kommen. Kinder sind noch öfter betroffen. Ursache für die Infektion, bei der die oberen Atemwege betroffen sind und Entzündungen der Nasen-, Nebenhöhlen- und Rachenschleimhaut auftreten, sind zumeist Viren: Über 200 verschiedene Viren sind dafür verantwortlich, etwa Rhino-, Corona-, Adeno-, Parainfluenza- und Respiratory-Syncytial-Viren. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion beim Niesen und Husten, aber auch Händeschütteln. Der damit verbundene Hand-zu-Mund-Kontakt ermöglicht das Eindringen der Krankheitserreger in den Körper.

Die Zeit zwischen der Infektion und dem Auftreten der ersten Symptome liegt zwischen zwölf Stunden und drei Tagen. Während bei der Influenza blitzartig Gliederschmerzen und Fieber auftreten, fängt ein grippaler Infekt meist mit Halsschmerzen, Schnupfen und Husten an. Eine Erkältung dauert zumeist bis zu einer Woche, manchmal auch zehn Tage.

Höchste Ansteckungsgefahr

Selbst wenn die Symptome noch nicht sichtbar sind, kann ein Mensch, der sich Erkältungsviren eingefangen hat, schon in den ersten zwei Tagen ansteckend sein. Nach Beginn der Symptome sind es die ersten zwei bis drei Tage, welche die höchste Ansteckungsgefahr bergen. Mit dem Niesen und Husten werden die Viren verteilt und breiten sich über die Schleimhäute aus; genauso mit dem Angreifen von Dingen, da die Viren beim Niesen, Husten und Schnäuzen auch auf die Hände wandern. Das Festhalten in öffentlichen Verkehrsmitteln, an Türgriffen und das Berühren von Geldscheinen – all das stellt Gefahrenquellen dar. Klingen die Symptome ab, nimmt auch das Infektionsrisiko ab.

Die Ansteckungszeit dauert in etwa eine Woche, in dieser Zeit werden Erkältungsviren ausgeschieden. Menschen mit einem schwächeren Immunsystem können sogar länger infektiös sein. Trotz Erkältung seiner Arbeit nachzugehen, ist zwar sehr pflichtbewusst, aber nicht löblich. Nicht nur dass die Gefahr besteht, Kolleginnen und Kollegen anzustecken, auch das geschwächte Immunsystem nimmt noch leichter

Was tun gegen Ansteckung
  • Regelmäßig, mehrmals täglich, und ordentlich die Hände mit Seife waschen
  • Nach jedem potenziell ansteckenden Händekontakt die Hände waschen
  • Vor dem Zubereiten von Speisen und vor dem Essen Hände waschen
  • Händeschütteln vermeiden
  • Berühren des Gesichts so weit möglich vermeiden
  • Nicht in die Hand, sondern in die Armbeuge niesen und husten
  • Abstand zu anderen Personen einhalten
  • Papiertaschentücher sofort entsorgen
  • Räume regelmäßig lüften
  • Bei Erkrankung zu Hause bleiben

Letzte Aktualisierung: 22.01.2020