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MANAGEMENT IN DER KRISE

Wie steuert man ein Unternehmen und dessen Mitarbeiter erfolgreich durch COVID-19? Wie sichert man die Gesundheit der Belegschaft und das Bestehen des Betriebs unter Einhaltung aller rechtlichen Vorgaben? Die Pandemie stellt nicht nur Ärzte und Wissenschaftler vor einzigartige Herausforderungen. Auch Manager werden angesichts von COVID-19 mit teils völlig neuartigen Fragestellungen konfrontiert.

Kommunikation in der Krise: Darf es ein bisschen mehr sein?

Dabei erweist sich die richtige Kommunikation als oberstes Gebot in der Krise. Die Kommunikation mit den Mitarbeitern, Stakeholdern, den Kunden, Lieferanten und anderen Partnern. Jede Gruppe erfordert eigens auf sie zugeschnittene, klare Informationen. Klarheit und Transparenz sind in Zeiten der Unsicherheit und Angst unabdingbar, um Vertrauen aufzubauen und eine stabile Zusammenarbeit zu ermöglichen. Dabei gilt: je mehr, desto besser. Jeff Hyman von der Kellogg School of Management an der Northwestern University spricht in dem Zusammenhang von „overcommunication“. Damit ist allerdings nicht gemeint, die Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und Stakeholder ungefiltert mit Informationen zu überschütten, hunderte E-Mails am Tag zu verschicken und jede und jeden in Videokonferenzen einzubinden unabhängig davon, ob die jeweilige Teilnahme überhaupt relevant ist. Man bedenke, dass der Informationsfluss in Zeiten von COVID-19 ohnehin die Grenzen der Überschaubarkeit sprengt. Vielmehr geht es also um eine klare, zielgerichtete Kommunikation, die für die Adressaten verständlich und nützlich ist und keine Fragen offenlässt. Eine effektive Krisenkommunikation zählt zu einer Kernverantwortung von Führungskräften.

Information über entscheidende Maßnahmen

Vor allem mit den Mitarbeitern macht COVID-19 eine Verstärkung eines effektiven Kommunikationsflusses notwendig. Sie müssen wissen, welche Herausforderungen sich für das Unternehmen stellen, welche Maßnahmen das Management zur Krisenbewältigung ergreift, wie es die Mitarbeiter schützt und auch, wo die betrieblichen Prioritäten liegen. Schließlich kann durch die Pandemie eine neue Priorisierung der Aufgaben oder Geschäftsfelder erforderlich sein. Um alle Mitarbeiter und damit letztlich das Unternehmen erfolgreich durch die Krise zu navigieren, ist es essentiell, solche Entscheidungen klar zu kommunizieren. Eine gewisse Regelmäßigkeit der Kommunikation schafft hier Sicherheit und Routine und erleichtert den Arbeitsprozess. Sinn macht es insbesondere, den Betriebsrat in die Krisenkommunikation miteinzubinden.

Ein offenes Ohr für die Sorgen der Mitarbeiter

Zu einer effektiven Krisenkommunikation gehört neben der proaktiven Ansprache auch das Zuhören. Offen zu sein für Fragen aller Art ist mindestens ebenso wichtig wie das, was die Führungskräfte aussenden. Eine Krise und ihre Begleiterscheinungen rufen bei vielen Menschen finanzielle, physische oder auch psychische Sorgen und Ängste hervor. Auch banale Dinge wie etwa das Einrichten eines Home-Office-Platzes können Fragen aufwerfen. Gute Führungskräfte haben für solche Fragen ein offenes Ohr und suchen Lösungen.

Für Sanofi Österreich zählt eine klare, transparente Kommunikation zur gelebten Unternehmenskultur – und das nicht erst seit COVID-19. Jedoch hat COVID-19 auch bei Sanofi die Kommunikation einschneidend verändert. In regelmäßigen Townhall-Meetings werden die Mitarbeiter digital über Regierungsmaßnahmen und deren Auswirkungen beziehungsweise die Umsetzung im Unternehmen informiert. Sanofi sieht es als seine Verantwortung, die relevanten Informationen aus verlässlichen und seriösen Quellen für seine Mitarbeiter verständlich aufzubereiten und für Fragen aller Art sowie deren Lösungen offen zu sein.

Mit Flexibilität das Kerngeschäft vorantreiben

Das zweite Gebot der Stunde in Krisenzeiten lautet Flexibilität. Je flexibler das Unternehmen und der Führungsstil sind, desto leichter fällt das „Feuerlöschen“ bei gleichzeitigem Vorantreiben des Kerngeschäfts. Jene Unternehmen, die neben der Krisenbewältigung innovativ bleiben und es schaffen, ihr Geschäft, ihre Produkte und Dienstleistungen weiterzuentwickeln, werden die Krise in eine Chance wandeln und letztlich gestärkt aus ihr herausgehen.

Wie COVID-19 zeigt, bietet vor allem die Flexibilisierung der Arbeitszeit eine optimale Basis, um auf unerwartete Herausforderungen zu reagieren. Diese Erfahrung macht auch Sanofi Österreich. Das etablierte flexible Arbeitszeitzeitmodell und die Möglichkeit des Home-Office waren von Anfang an eine enorme Hilfe bei der Krisenbewältigung. Dadurch können wir unsere Verantwortung als Gesundheitsunternehmen und Teil der Gesellschaft weiter wahrnehmen und einen Beitrag leisten, damit Österreich diese schwierige Zeit gut übersteht.

Bleiben Sie gesund!

Mit freundlichen Grüßen im Namen des gesamten Teams von Sanofi Österreich

Dipl.-Kfm. Wolfgang KAPS
Geschäftsführer

Letzte Aktualisierung: 21.12.2020