Was ist eine Thrombose?

Eine Thrombose entwickelt sich, wenn sich an der Wand eines Blutgefäßes ein Blutgerinnsel bildet und das betreffende Gefäß verengt oder sogar vollständig verstopft. Ein solcher Blutpfropf (Thrombus) kann in verschiedenen Gefäßen, also in Venen und Arterien, gleichermaßen auftreten und dort zu ganz unterschiedlichen Erkrankungen führen. Der Thrombus kann sowohl lokal gefährlich werden, indem er das betreffende Gefäß verstopft, als auch in weiter entfernten Körperregionen Schäden verursachen. Ist ein Blutgefäß verstopft, kann der Körper nicht mehr ausreichend mit lebensnotwendigen Nährstoffen versorgt werden. Wenn sich der Thrombus löst, spricht man von einem Embolus; dieser kann daraufhin andere Gefäße verstopfen, wie dies z. B. bei einer Lungenembolie oder einem Herzinfarkt der Fall ist.

Wer ist betroffen?

Jeder kann betroffen sein. Meist ist es nicht ein alleiniger Faktor, der zur Entstehung einer Thrombose führt, sondern ein Zusammenspiel mehrerer Ursachen.

Folgende Faktoren erhöhen das Risiko, eine Thrombose zu entwickeln:

    • Früher aufgetretene Thrombose oder Lungenembolie
    • Krebserkrankung
    • Ruhigstellung des Knie- oder Sprunggelenks
    • Kürzlich erfolgte Operation mit nachfolgender Einschränkungen der Beweglichkeit
    • Alter über 60 Jahre
    • Erheblich eingeschränkte Herzleistung
    • Bekannte familiäre Thromboseneigung
    • Vorliegen einer Gerinnungsstörung
    • Krampfadern oder andere Venenerkrankungen
    • Einnahme der "Pille" oder Hormonersatztherapie
    • Übergewicht 
    • Schwangerschaft
    • Eine Reise von mehr als 5 Stunden in überwiegend sitzender Position, unabhängig von Alter und gesundheitlichem Zustand

Manche Risiken für eine Thrombose kann man nicht ausschalten, zum Beispiel höheres Lebensalter oder eine angeborene Blutgerinnungsstörung. In vielen Fällen kann man die Gefahr jedoch verringern bzw. einer Thrombose vorbeugen.

Wie kann man einer Thrombose vorbeugen?

Folgende Tipps verringern die Gefahr, dass sich ein Blutgerinnsel in den Venen bildet:

  • Viel bewegen
  • Langes Sitzen und Stehen vermeiden (oder, wenn unvermeidbar, Fußgymnastik betreiben)
  • Ausreichend trinken
  • Nicht rauchen
  • Venen nicht einschnüren (Längere Zeit die Beine übereinanderschlagen, einschnürende Kleidungsstücke, etc.)
  • Kompressionsstrümpfe ("Thrombosestrümpfe") wie vom Arzt empfohlen möglichst konsequent tragen

Manchmal ist es auch nötig, eine Thrombose mit einem Medikament zu verhindern („Thrombosespritze“), zum Beispiel nach einer Operation oder wenn man mit einer akuten Erkrankung länger im Bett liegen muss.

Krankheitsverlauf und Versorgung

Treten Symptome auf, sollte jedenfalls umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann das Vorliegen einer Thrombose nachweisen oder ausschließen.

Typische Symptome einer Venenthrombose:

  • Schwellung und Wärmegefühl im betroffenen Bein
  • Gerötete und gespannte Haut, eventuell bläuliche Verfärbung
  • Schmerzen in Fuß, Wade oder Kniekehle, die sich bei Hochlagerung bessern

Wie wird eine Thrombose behandelt?

Eine rasche Therapie ist wichtig, um das Embolierisiko (Verschluss eines Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel) zu senken. Außerdem soll die Behandlung Spätfolgen einer Thrombose (wie z.B. Venenschwäche, Venenentzündungen, Geschwüre) nach Möglichkeit verhindern. Bei der Auswahl der Therapieschritte richtet sich der Arzt danach, wo sich das Blutgerinnsel befindet, wie groß es ist, wie lange es schon vorliegt und ob bestimmte Risikofaktoren bestehen. Zur Vorbeugung und Behandlung einer Thrombose stehen dem Arzt verschiedene Medikamente zur Verfügung, zum Beispiel Heparine.

Wie wird das niedermolekulare Heparin verabreicht?

Spritzen gegen Thrombose leicht gemacht. Diese hilfreichen Videos zeigen Ihnen wie es geht:

Spritzanleitung für die Anwendung einer Thrombosesicherheitsspritze zur Selbstinjektion
Spritzanleitung für die Anwendung einer Heparin-Fertigspritze zur Selbstinjektion

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