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AUFKLÄRUNG

Für die meisten Frauen bedeutet die Diagnose Brustkrebs einen schweren Schock. Der mögliche Verlust körperlicher Integrität und Todesangst bedeuten einen tiefen Einschnitt ins seelische Gleichgewicht. Mit der Perspektive, einen Teil einer oder sogar eine ganze Brust zu verlieren, gerät die Weiblichkeit ins Wanken. Die Brust nährt das Neugeborene, ist wichtig für sexuelles Erleben und Erotik, prägt das weibliche Erscheinungsbild und die Partnerschaft.

Durch das Mammakarzinom und die Operation leiden das Selbstwertgefühl, das Familien- und Arbeitsleben und die Sexualität. Schließlich wird von der Patientin in dieser Situation noch erwartet, schwerwiegende Entscheidungen zu treffen - meistens ohne erforderliches Basiswissen.

Der Hinweis auf die Möglichkeit einer brusterhaltenden Operation und die verständliche Aufklärung über Therapieoptionen können wesentlich zur psychischen Entlastung und Stabilisierung der Frauen in der Behandlung beitragen. Nachsorgemöglichkeiten wie die Wiederaufbauplastik tragen ihren Teil dazu bei, die Belastung der Patientin zu mildern.

Besonders bei Indikation zur Brustentfernung gehört es zur Aufgabe des behandelnden Arztes, seine Patientin über die verschiedenen Therapieformen zu informieren und sie in den Entscheidungsprozess einzubeziehen. Die Patientin muss über die verschiedenen Techniken und möglichen Zeitpunkte der Brustrekonstruktion mit den jeweiligen Vorteilen und Komplikationsrisiken Bescheid wissen.

 

Letzte Aktualisierung: 22.03.2016